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Mittwoch 14 Juni 2017

Metastudie: Urzeitliche Ernährung hilft bei metabolischem Syndrom

Kein Getreide, keine Milch und keine Fertigprodukte – für viele Menschen ist urzeitliche Ernährung der pure Horror. Jedoch ist sie eine unserer stärksten Waffen im Kampf gegen das metabolische Syndrom. Dies geht aus einer aktuellen, im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Metastudie hervor.

 

Unsere moderne Ernährung passt nicht zu uns. In Verbindung mit Bewegungsmangel ist sie eine der Hauptursachen des metabolischen Syndroms: der Kombination aus Übergewicht, hohen Cholesterinwerten, hohen Triglyceridwerten, hohem Nüchternblutzucker und Bluthochdruck. Die folgende Studie zeigt, welche Ernährung am besten zu uns passt.

 

Urzeitliche Ernährung besser als herkömmliche Empfehlungen

Die Forscher kombinierten Daten aus vier randomisierten klinischen Studien, in denen urzeitliche Ernährung mit anderen Ernährungsformen verglichen wurde. Dabei wurden 159 Personen ausgewählt, die ein bis fünf Merkmale des metabolischen Syndroms aufwiesen. Die vier Kontrollgruppen folgten herkömmlichen Ernährungsempfehlungen, bei denen wenig Fett und viele Ballaststoffe aus Getreide aufgenommen wurden.

 

Dabei zeigte sich, dass urzeitliche Ernährung beim metabolischen Syndrom kurzfristig größere Verbesserungen herbeiführt als herkömmliche Ernährungsempfehlungen. Der Taillenumfang nahm um mehrere Zentimeter ab, der Triglyceridspiegel sank, der Blutdruck lag um mehrere Punkte niedriger, der Cholesterinspiegel verringerte sich und der Blutzuckerspiegel verbesserte sich.

 

Auch langfristig günstiger

Bereits früher war bei postmenopausalen Frauen nachgewiesen worden, dass urzeitliche Ernährung auch langfristig  für die Gesundheit günstiger ist. Im Vergleich zu einer Nordic-Diät wurde bei urzeitlicher Ernährung eine größere Reduktion der Fettmasse, des Bauchfettes und des Taillenumfangs gemessen. Auch der Triglyceridspiegel im Blut lag deutlich niedriger:

 

Urzeitliche Ernährung besteht vor allem aus magerem Fleisch und Geflügel, (fettreichem) Fisch, Eiern, Gemüse, Nüssen, Obst, Beeren und Keimen. Darum enthält sie weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine und zeigt ein besseres Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

 

Literatur

  1. Eric W Manheimer, Esther J van Zuuren, Zbys Fedorowicz, Hanno Pijl, Paleolithic nutrition for metabolic syndrome: systematic review and meta-analysis, Am J Clin Nutr October 2015, vol. 102 no. 4 922-932.
  2. Mellberg C, Sandberg S, Ryberg M, et al. Long-term effects of a Palaeolithic-type diet in obese postmenopausal  women: a 2-year randomized trial. Eur J Clin Nutr. 2014 Mar;68(3):350-7. Council, N., Nordic Nutrition Recommendations 2012 - Part 1 2013: Copenhagen.