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Mittwoch 28 Juni 2017

Fünf Dinge, auf die Sie ganz besonders achten sollten: B12-Mangel

Viele neurologische Symptome von der Depression bis zur Demenz werden mit Vitamin B12 in Verbindung gebracht. Aber auch bei Zöliakie tritt Vitamin-B12-Mangel relativ häufig auf.  Wir haben für Sie die fünf am besten fundierten Anwendungen von Vitamin B12 zusammengestellt.

 

1 - Perniziöse Anämie

Menschen mit perniziöser Anämie entwickeln oft einen B12-Mangel. Es kann Jahre dauern, bis sich die Symptome entwickeln, aber wenn die Vitamin-B12-Vorräte erst einmal aufgebraucht sind, ist eine sofortige Behandlung mit hohen Dosen erforderlich. Dies geschieht meist durch Injektionen. Hohe orale Dosen scheinen jedoch genauso effektiv zu sein, vorausgesetzt, dass die tägliche Einnahme mindestens sechshundert Mikrogramm beträgt.

 

2 - Zöliakie

Bei unbehandelter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) tritt Vitamin-B12-Mangel relativ häufig auf, einer Studie zufolge bei bis zu 20 Prozent der Patienten. Sobald mit einer glutenfreien Diät begonnen wird, bilden sich die Beschwerden innerhalb von einigen Monaten zurück, jedoch können mit Vitamin-B12-Injektionen oder mit in hohen Dosen oral verabreichtem Vitamin B12 die Folgen eines Mangels schneller rückgängig gemacht werden.

 

3 - Demenz

Bei Alzheimer-Patienten ist die Konzentration von Vitamin B12 in der Rückenmarksflüssigkeit geringer als bei Patienten mit anderen Formen von Demenz, während bei diesen Gruppen keine Unterschiede beim Vitamin-B12-Blutspiegel vorliegen. Weiterhin wissen wir, dass ein verringerter Vitamin-B12-Spiegel, eine Akkumulation von Homocystein, eine Schrumpfung des Hirngewebes und ein erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken, miteinander einhergehen. Es liegen zunehmend Beweise dafür vor, dass eine Supplementierung mit Vitamin B12 (mit oder ohne Folsäure) die Verschlechterung des Gedächtnisses verzögern und teilweise sogar ganz verhindern kann.

 

4 - Depressionen

Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Vitamin B12 und Depressionen: Mindestens 30 Prozent der schwer depressiven Menschen leiden unter einem Mangel an Vitamin B12. Darüber hinaus treten schwere Depressionen bei Menschen mit Vitamin-B12-Mangel häufiger auf als bei Menschen mit ausreichendem B12-Status. Vitamin B12 und Folsäure sind unverzichtbare Voraussetzungen für die Synthese von SAM, das wiederum für die Produktion von Neurotransmittern essenziell ist. Eine Supplementierung von Vitamin B12 (eventuell kombiniert mit SAM) führt zu einer Verbesserung von depressiven Symptomen.

 

5 - Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ein hoher Homocysteinspiegel ist ein klarer und eindeutig belegter Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vitamin B12 ist nach Folsäure das wichtigste Vitamin, das den Abbau von Homocystein unterstützt. Es liegen auch Hinweise darauf vor, dass Vitamin-B12-Mangel eine Ursache des erhöhten Homocysteinspiegels bei älteren Patienten über 60 Jahren ist. Bei diesen Patienten verringert eine Supplementierung von Vitamin B12 des Homocysteinspiegel im Blut. Eine klinische Studie an 2.155 älteren Menschen im Durchschnittsalter von 66 Jahren, die bereits einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten hatten, ergab, dass eine Supplementierung von Vitamin B6, Folsäure und hochdosiertem Vitamin B12 (25 mg, 2500 µg und 400 µg) Schutz gegen einen zweiten Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod bietet. Das Risiko sank durch die Supplementierung um 21 Prozent.

 

Lesen Sie auch die Monographie Vitamin B12 für Literaturhinweise und weitere wissenschaftliche Informationen über Indikationen, Anwendung und Dosierung.