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Sonntag 21 Januar 2018

Omega 3 für einen optimalen Gehirnstoffwechsel

Eine stetig wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien zeigt, wie wichtig Omega-3-Fettsäuren aus beispielsweise Fisch oder Algen für den normalen Gehirnstoffwechsel sind. Aber auch das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 spielt dabei eine Rolle. In unserer heutigen Welt hat sich dieses Verhältnis drastisch hin zu Omega 6 verschoben.

 

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell für die Qualität der Zellmembranen unserer Körperzellen – auch im Gehirn. Je besser diese Membranen versorgt werden, desto besser können sie ihre Arbeit tun. Dies gilt zum Beispiel auch für die Reizverarbeitung in den Nervenzellen. Dabei kommt es auf das richtige Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren an.

 

Das ideale Verhältnis

Das ideale Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 sollte bei 5:1 oder, noch besser, sogar bei 1:1 liegen. Omega-6-Fettsäuren nehmen wir in Form von Arachidonsäure in hohem Maße beispielsweise über Pflanzenöle, Fleisch und Fertigprodukte auf. Omega-3-Fettsäuren können wir hauptsächlich nur aus Fisch aufnehmen. Da unsere Nahrung viele pflanzliche Öle und wenig Fisch enthält, liegt das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren in der westlichen Ernährung etwa bei 15-25:1. Dieses Verhältnis fördert Entzündungen und ist eine wichtige Ursache für die Zunahme von entzündungsbedingten Krankheiten.

 

Leider wird die für den Fischverzehr empfohlene Menge nur von 14 % der niederländischen Bevölkerung erreicht (CBS, 2015).

 

Um dieses Verhältnis wieder auszugleichen, muss man mehr Fisch essen und die Aufnahme von Omega 6 drastisch verringern. Eine solche Verringerung fordert dem Verbraucher erhebliche Mühe ab, unter anderen deswegen, weil er es gewohnt ist, alles im Supermarkt zu finden, und Alternativen oft erst mühsam gesucht werden müssen. Auch das Essen von mehr Fisch scheint dem Verbraucher nicht besonders zu liegen und zu allem Überfluss wurde die Empfehlung für den Fischverzehr in den Niederlanden ja gerade um die Hälfte auf einmal pro Woche heruntergesetzt. Daher bildet eine Basissupplementierung mit Omega 3 die Mindestvoraussetzung, um das Verhältnis zwischen diesen beiden Fettsäuren wieder auf wenigstens 5:1 zurückzubringen.

 

Omega 3: DHA (Docosahexaensäure)

Das menschliche Gehirn benötigt für seine Arbeit dringend die essenzielle Fettsäure DHA. DHA übt unter anderem eine wichtige strukturelle Funktion in den Zellmembranen aus. Ohne diese Fettsäure können sie nicht richtig funktionieren. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Mangel an DHA zu Beeinträchtigungen der Gehirnfunktionen führt und schädlich für die Augen ist. Eine länger anhaltende suboptimale Aufnahme von DHA (und EPA) erhöht unter anderem das Risiko für:

 

-          Entwicklungsstörungen,

-          Depressionen,

-          bipolare Störungen,

-          Schizophrenie,

-          Borderline-Syndrom,

-          Stress,

-          Aggressivität,

-          kognitiven Abbau,

-          Demenz.

 

Andererseits liegen immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür vor, dass eine Erhöhung der Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (insbesondere DHA) das Risiko des altersbedingten kognitiven Verfalls reduziert und Krankheitsprozesse, die zu einer vaskulären Demenz oder Alzheimer führen können, im Frühstadium verlangsamt.

 

Obwohl wichtig DHA so wichtig für die normale Funktion des menschlichen Gehirns ist, verfügt der Körper nur über eine sehr begrenzte Fähigkeit, es selbst herzustellen. Vielleicht hat der Mensch diese Fähigkeit verloren, weil ausreichende Mengen von DHA in seinem Lebensumfeld vorhanden waren und diese Mutation daher keinen Nachteil mit sich brachte. DHA kann jedoch in begrenztem Umfang aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) gebildet werden. Alpha-Linolensäure (ALA) ist in erster Linie in Pflanzenölen enthalten, zum Beispiel in Leinsamen, Chia, Walnüssen und Hanf. Diese Umwandlung ist jedoch so gering, so dass DHA dennoch eine essenzielle Fettsäure bleibt.

 

Savannennahrung arm an DHA

Wenn wir zurück zu unseren evolutionären Wurzeln kehren, sehen wir, dass das Nahrungsangebot der Savanne nur wenig DHA enthält. Es gibt fast keine Pflanzen, die genügend Kalorien liefern und gleichzeitig als eine gute Quelle dieser Fettsäure in Frage kommen. Hinzu kommt, dass die Pflanzen im Hinblick auf Omega 3 im Wesentlichen vorwiegend Alpha-Linolensäure enthalten. Auch Fleisch enthält geringe und eher schlecht zugängliche Mengen an DHA. Und die Beutetiere, die unseren Vorfahren als Nahrung dienten? Sie enthielten die Fettsäure vor allem in ihren Gehirnen. Diese wurden von den Frühmenschen zusammen mit den anderen Organen verzehrt. Diese sporadische Jagdbeute reichte jedoch in keiner Weise zur ausreichend hohen täglichen Versorgung aus. Im Gegensatz dazu ist die Wassernahrungskette sehr reich an DHA.

 

Algen, Fische, Schalentiere, Meeresfrüchte, Wasser- und Küstenpflanzen enthalten alle viel DHA. Auch enthalten Eier von Vögeln, die nahe beim Wasser leben, deutlich erhöhte Mengen der Fettsäure. Mit anderen Worten: Wenn man am oder im Wasser lebt, ist die Zufuhr von DHA auf vielfältige Weise gesichert. Auch von den noch relativ nahe beim Wasser gelegenen Küstenbereichen aus ist DHA relativ leicht zugänglich. Vom reichhaltigen DHA-Angebot der Wassernahrungskette haben auch intelligente Meeressäugetiere wie Schwertwale und Delfine profitiert. Weiterhin stellt Nahrung, die aus dem Wasser stammt, auch eine der wichtigsten und am leichtesten zugänglichen Quellen für andere hirnselektive Nährstoffe wie Jod dar, das in der Savanne eher selten anzutreffen ist. Vor diesem Hintergrund ist es schwierig, sich vorzustellen, dass das spektakuläre Gehirnwachstum beim Homo sapiens in einer Umgebung wie der Savanne, die arm an hirnspezifischen Nährstoffen ist, stattgefunden haben soll. Das Land-Wasser-Ökosystem scheint in dieser Hinsicht ein viel besserer Kandidat zu sein.

 

Omega 3: EPA (Eicosapentaensäure)

Ein höherer Gehalt an EPA und DHA im Körper führt zu einer stärkeren Bildung von entzündungshemmenden Typ-3-Eicosanoiden. Dadurch werden die entzündungsfördernden Typ-2-Eicosanoide gehemmt, sodass die Entzündungslast im Körper insgesamt abnimmt. Außerdem wirkt sich dies positiv auf das Kreislaufsystem aus (niedrigerer Blutdruck, langsamere Blutgerinnung). Neben der Beeinflussung entzündlicher Prozesse über den Eicosanoidstoffwechsel können essenzielle Fettsäuren (sowohl GLA als auch EPA und DHA) direkte Wirkungen auf das Immunsystem und entzündliche Reaktionen ausüben. So entwickeln offenbar Menschen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, durch Supplementierung von EPA und DHA eine verminderte Entzündungsanfälligkeit.

 

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